Smarte Roboterprogrammierung

Smarte Roboter-Programmierhandgeräte:            Fluch und/oder Segen?

Angefangen hat die Roboterbedienung und Programmierung mit unhandlichen und sperrigen Ungetümen, die in erster Linie von Tasten und wenig von Anzeige dominiert waren, da Tasten und Bedienknöpfe deutlich günstiger waren als Anzeigeelemente und alles andere als mobil. Mit dem allgemeinen technischen Fortschritt veränderten sich auch Roboterprogrammierhandgeräte (PHG). Die Anzeigeelemente wurden zunächst größer, dann waren es Displays, die später auch farbig wurden und inzwischen Touchdisplays sind, eine gewisse Analogie zu der Entwicklungen bei den Telefongeräten.
Dabei ist bei den konventionellen Roboterherstellern die grundsätzliche Syntax gleich geblieben und wird mit jeder Generation um zusätzliche Funktionalität erweitert. Es gibt ein großes Klientel von Anwendern der über die Jahrzehnten installierten Geräte (neudeutsch würde man Fanbase sagen), dass die Programmierung gewohnt ist und es schätzt, wenn die grundlegenden Programmierschritte und Handhabung auch über Generationen hinweg gleich bleiben und nur durch  neue Funktionen ergänzt werden. Das trägt zur berühmten Bedienerakzeptanz bei, von der auch wesentlich die Verfügbarkeit und damit der Erfolg einer Automation abhängt.
Auf eine über Jahre aufgebaute Kunden- und Bedienerbasis brauchen neue Player am Markt keine Rücksicht zu nehmen und können die Bedienung und die Programmierung für Ihre Systeme von Beginn an komplett frei denken und gestalten.
So kommt es, dass die Bedienhandgeräte von neuen Playern am Markt, die den konventionellen Hersteller einfach aufgebaute bzw. Leichtbauroboter entgegensetzen, meist komplett ohne Tasten und in der Anmutung einer Smartphone-Bedienung auf den Markt kommen, während die etablierten Hersteller ihre Programmierhandgeräte mit Rücksicht auf die Vorgängergenerationen modernisieren und weiterentwickeln, dabei aber darauf achten, dass auch die Nutzer der letzten Generationen noch mit der Bedienung zurechtkommen.

 

 

Was ist nun besser?

Hier muss zunächst zwischen Roboter-Bedienern und Roboterprogrammierern unterschieden werden. Die Roboterprogrammierer kommen grundsätzlich mit jedem Roboter zurecht, da es ihr täglich Brot und ihr Job ist. Sie haben natürlich auch persönliche Vorlieben und Vorbehalte und ihre Favoriten. Roboterprogrammierer schätzen in der Regel eine möglichst große Vielfalt an Sonderfunktionen mit möglichst vielen Parametriermöglichkeiten, sind Freunde von textueller Programmierung und rechnen lieber in Positions-Variablen als zu teachen. Bei den Roboterprogrammieren ist es z.B. auch an der Tagesordnung, dass sie beim manuellen Bewegen des Roboters zwei Tasten gleichzeitig drücken um in zwei Koordinatensystemrichtungen gleichzeitig zu fahren. Sie müssen sich auch nicht groß anstrengen um zwischen den einzelnen Koordinatensystemen (World, User, Tool) gedanklich hin und her zu switchen. Man lehnt sich wahrscheinlich nicht zu weit aus dem Fenster wenn man sagt, dass es bei einem Programmierer, der das PHG den ganzen Tag in der Hand hat eher Gewicht, Ergonomie und Ablesbarkeit der Anzeige wichtig sind als alle anderen Faktoren. Einen sehr großen Teil der Programmierung wird ohnehin am Notebook in einem Editor oder Simulationsprogramm durchgeführt.
 
Die Bediener jedoch müssen Anlagen, in denen Roboter verbaut sind, am Laufen halten und kommen nur gelegentlich (meist im Falle eines Problems) mit dem Roboter und seinem PHG in Berührung. Sie haben meist bestenfalls mit dem Nachteachen von Positionen zu tun und müssen den Roboter manuell im Koordinatensystem verfahren. Evtl. muss noch die Programmauswahl am PHG erfolgen.
Dem Bediener ist es eine sehr große Hilfe, wenn er sich z.B. nicht in die unterschiedlichen Koordinatensystem eindenken muss sondern in Abhängigkeit von seinem aktuellen Stand den Roboter zu sich hin oder von sich weg bewegen kann. Ihm ist ebenfalls geholfen, wenn er die Zustände möglichst grafisch und einfach dargestellt bekommt.
Insbesondere in der großen Gruppe der Bediener ist das Ausbildungslevel sehr unterschiedlich und somit auch die Anforderungen an ein PHG.
 
Bediener wie Programmierer haben aber bereits Erfahrungen mit Robotern. Wie sehen das Roboterneulinge, die gerade erst dabei sind in die Robotik einzusteigen? Sie gehen ohne Vorkenntnisse und Vorstellungen an die Sache heran. Natürlich ist dann zunächst die Akzeptanz für den einfacheren Einstieg sehr groß. Smarte Programmierhandgeräte werden schnell verstanden und können schnell genutzt werden, umfangreichere und komplexere Funktionalitäten werden beim Einstieg zunächst nicht gebraucht und damit auch nicht vermisst. Das erklärt wahrscheinlich die große Akzeptanz der smarten PHGs gerade bei Roboter-Neulingen.
 
Was tun?
 
Unser langjähriger Roboterpartner Yaskawa bietet für diesen Spagat eine sehr gute Lösung. Für alle Roboter der aktuellen Generation gibt es das konventionelle Programmierhandgerät mit allen wichtigen Attributen wie Ergonomie, Kompatibiltät in der Bedienung zu Vorgängergenerationen und dem riesigen Fundus an Sonder- und Spezialfunktionen, der in mehr als 40Jahren Entwicklung entstanden ist. Alternativ steht ein Smart-Pendant zur Verfügung, dass alle Wünsche der Bediener im Hinblick auf einfache Bedienung und Bewegung und die grundlegenden Funktionen zur Verfügung stellt.
Für die Offline-Programmierung stehen Editor, Offline-Simulation sowie ein virtueller Controller zur Verfügung.
Kurzum für jeden nach seinen spezifischen Vorstellungen etwas dabei.
 
Wir bieten unseren Kunden beim Kauf neuer Roboter und Anlagen die preisneutrale Auswahl zwischen beiden Programmierhandgeräten an. Wir haben auch beides vorführbereit, so dass Sie sich Ihr eigenes Bild machen können. Entscheiden Sie selbst!
 
 
PS: Die Kategorisierungen sind sicher verallgemeinernd und Ausnahmen davon bestätigen letztendlich die Regel. Sie entsprechen aber unseren Erfahrungen am Markt, den wir bereits seit mehr als 20Jahren bedienen.

 
 
 
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Einfach gebaute Roboter vs. konventionelle Roboter,                     Expertentalk bei           Yaskawa

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